Sehenswürdigkeiten  -  Frangokastello - Kreta - Babis & Popi

Frangokastello ist ein kleines, idyllisch gelegenes Dorf an der Süd-Westküste Kretas. Es wird umringt von bizarren Gebirgsformationen auf der eine Seite und der lybischen See mit ihren wunderschönen weißen und kinderfreundlichen Sandstränden zur anderen Seite.

Es bietet großzügige Möglichkeiten zum schwimmen, spazieren gehen in traditioneller, unberührter Landschaft, besichtigen von antiken Kapellen und Wanderungen in den weißen Bergen oder nahegelegenen Schluchten.

Das Kastell der Franken. So wurde das Kastell von den Kretern getauft, ursprünglich sollte diese 1371 erbaute venezianische Burg nämlich nach der benachbarten Kirche Agios Kikitas benannt werden.

Einst von der Landbevölkerung zum Schutz vor Piratenüberfällen gebaut, diente es den Kretern später im Kampf gegen die Türken. So auch am 17. Mai 1828, als Michalis Daliani mit 400 Kretern das Kastell gegen eine Übermacht von 8000 Türken zu verteidigen versuchte       - erfolglos -.
Seither kann man mit ein wenig Glück, jährlich so um den 17. Mai frühmorgens, die DROSOULITES (Taumänner), die in  der Schlacht getöteten (338) Kreter, vorbeiziehen sehen.

500 Meter östlich des Kastells finden Sie die Einraumkappelle AGIOS NIKITAS mit Fresken aus dem 14. Jahrhundert. Sie wurde innerhalb der Grundmauern einer frühchristlichen dreischiffigen Basilika errichtet. Ornamentreiche Bodenmosaiken sind noch vorhanden.
Früher war die Kirchweihe von Agios Nikitas eine der größten Kretas. Man konnte bewaffnete Tänzer und Wettkämpfe in Pfeilschießen, Laufen und Springen sehen. Dieser Brauch wurde in den letzten Jahren wieder eingeführt - und so finden jährlich am 15. September, wie einst, sportliche Wettkämpfe statt. Den einen oder anderen bewaffneten Tänzer kann man dann auch bewundern.

Weitere 400 Meter von Agios Nikitas, oberhalb eines langegezogenen Dünenstrandes, der an der Südküste seinesgleichen sucht, steht das Kloster CHARA LAMBOS.

Das Kloster ist heute verlassen, wird nur noch zu Taufen oder als Friedhofskirche genutzt. Es gab eine altchristliche Basilika, einige Bauteile davon sind in der Vorderfront der heutigen Kirche eingemauert.

Die parallel zum Meer verlaufende Ebene, auch heute hauptsächlich noch von Olivenbäumen bewachsen, wurde in spätbyzantinischer Zeit und auch noch in venezianischer Zeit vom Kloster bewirtschaftet. Auch wurde Getreide angebaut, worauf auch der auf einer Landzunge unweit des Kastells stehende Turm einer ehemaligen Windmühle hinweist.

 

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